Einmal Burnout und zurück Bitte

Aktuelle Lektüre April 2016 – soeben erschienen

 

Einmal Burnout und zurück
Beschreibung

Es gibt viele Möglichkeiten heut zu Tage in einen Burnout zu geraten. Stress, Überforderung, Unterforderung, Einsamkeit, Sorgen oder der Perfektionismus Gedanke um nur einige Ursachen zu nennen. Grund genug sich damit zu beschäftigen.
Dies geschieht in diesem autobiographischen Bericht.
Autor J. Stephan nimmt Sie mit auf seine Reise aus dem Leben in eine tiefe Lebenskrise. Anschließend zeigt er Ihnen Wege und Möglichkeiten der Bewältigung auf.

 

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ISBN: 978-3-7418-0139-6

Erscheinungsdatum: 07.04.2016

ca. 141 Seiten

 

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Einmal Burnout und zurück Bitte

Einleitung

Wir hatten genau 4 Monate Zeit. Danach sollte unser neues (altes) Haus bezogen werden. Wie kann man sich sowas nur antun?

Wenn ich dies mit einem Wort beschreiben müsste, würde ich sagen – Stress. Mit zwei Wörtern – die Hölle!

Dann musste die Finanzierung stehen, der Umzug organisiert und vollzogen sein, die Einliegerwohnung ausgebaut und renoviert werden und tausend andere Kleinigkeiten. Ach ja, nebenbei noch der beruflichen Tätigkeit nachgehen und den Alltagsanforderungen gerecht werden. Mit Enthusiasmus an die Sache ran, denn schließlich erwartete uns ja etwas Wunderbares. Leider dauerte es nicht sonderlich lange, bis die ersten Probleme auf uns zukamen. Sie hießen Finanzierung.

In einer Niedrig Zinsphase ein Haus zu finanzieren, wenn man schon zwei sein eigen nennt, gestaltete sich als Mamut Aufgabe. Wenn wir mal grünes Licht hatten, war die Sorge der Leistbarkeit im Focus. Tags später mussten wir wieder Unterlagen bei schleppen, denn wir waren über Nacht gelb geworden. Ampelschaltung: Rot bedeutet Finanzierung ist gescheitert, Gelb entscheidet die Zentrale und Grün heißt GO!

In den kommenden Wochen hatten wir abwechselnd alle Farben. Ich war irgendwann soweit zu sagen, wir blasen die Sache ab. Wir waren mit den Nerven ziemlich runter und es war noch nichts erreicht. Ich habe noch eine Stunde vor dem Notartermin mit der Bank telefoniert und sie hat pünktlich, also während wir auf den Notar warteten, die Bestätigung gefaxt. Jetzt konnte doch eigentlich nichts mehr schief gehen?

Nun, wir hatten mit dem Verkäufer vereinbart, vor der eigentlichen Übergabe des Hauses mit der Renovierung der Einliegerwohnung zu beginnen. Ich hatte mir Urlaub genommen und wollte bis auf Strom und Wasser alles selbst machen. Fragen Sie nicht. Irgendwann dachte ich nur noch, es gibt scheinbar nichts was es nicht gibt. Aber warum muss dies ausgerechnet alles mir passieren? Obwohl ich natürlich alle Schritte mit finanzieller Reserve geplant hatte, gab es nicht einen Posten, der innerhalb des Budgets blieb! Die Anerkennung für geleistete Arbeit blieb aus. Dafür war der Druck in der Familie einfach zu groß. Verlorene Zeit wurde abends oder am Wochenende nachgeholt. Im Hauptberuf war ich abwechselnd unterfordert und überfordert, je nach Stimmungslage. Aber eigentlich gilt die Informatik gemein hin, als stressig. Meine Kräfte, seelisch und körperlich schienen zu schwinden. Ich würde meine Batteriekapazität zu diesem Zeitpunkt mit 20% bezeichnen.

Tags drauf sollte ich Küche angeliefert werden. Ich war früh an, weil ich noch weiter renovieren wollte. Ich kam keinen Kilometer weit, da hatte ich einen Autounfall. Mir hatte jemand die Vorfahrt genommen und wir blieben unverletzt. „Nur“ wieder alles organisieren. Auto in die Werkstatt, Versicherung und so weiter. Mensch ich hatte keine Lust mehr. Je näher der Umzugstermin rückte, desto größer wurde der Druck. Um den Umzug „stressfreier“ zu gestalten, hatten meine Frau und die Kinder Kisten gepackt. Die standen nun zu Hause im Weg rum. Also Gemütlichkeit geht anders. Wir fuhren diese nun nach und nach Richtung neues zu Hause. Dort wurden sie dann in der halb fertigen Einliegerwohnung geparkt. Unsere Sorgen wuchsen jeden Tag ein wenig mehr, dass wir uns mit diesem Projekt übernommen hätten. Vom Beladen, Kisten schleppen, Entladen der gefühlten 300 Kisten und weiteren Renovierungen sank der Akku auf 10%.

Beim Umzug brauchte ich viele und merkwürdige Pausen. Nicht alleine der Erschöpfung geschuldet, denn dann würde man ja nicht ohne Unterlass denken. Einen Gedanken möchte ich Ihnen nicht vorenthalten. Wenn jetzt noch einer kommt und will etwas von mir, dem hau ich …

 

Einmal Burnout und zurück von J. Stephan