Pubertät

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Pubertät bei Jungen

So oder so ähnlich wird es Ihnen auch ergehen oder ergangen sein mit Ihren Jungs in der Pubertät. Aber keine Angst, das gibt sich wieder.

 

Vorschau Pubertät Jungen

Einleitung

Es begab sich also zu jener Zeit, als mein Ältester 13 Jahre alt, in die 7. Klasse des Gymnasiums kam. Nennen wir ihn der Einfachheit halber einfach Michael. Wir hatten gerade 2 anstrengende Jahre Orientierungsstufe hinter uns. Gemacht wurde nur das Nötigste, um gerade so ohne Note 5 in die Mittelstufe zu kommen. Es reicht doch, war die vielsagende Antwort unseres geliebten Sohnes.

Irgendetwas muss in den Sommerferien passiert sein. Ich habe Genmanipuliertes Tierfutter oder sowas in der Art, im Verdacht. Anders ist es mir unerklärlich, wie jemand 20 cm wachsen kann und nun eine Oktave tiefer spricht, als zuvor. Ich meine, er (fr)isst, wie ein Scheunentor und trotzdem läuft seine Hose alleine. Er diskutiert um alles und mit jedem bis aufs Messer. Ja, reden konnte er schon immer gut. Er hat sich schon manches Mal seine Note durch seine mündliche Mitarbeit gerettet. Eigentlich war bis dato alles easy going mit ihm. Er wurde auf Grund seiner Empathiefähigkeit zum Schülersprecher der Grundschule gewählt. Es war auch immer möglich, trotz seiner Diskussionswut an ihn heran zu kommen und ihn letztendlich zu überzeugen.

Gut etwas faul oder nennen wir es bequem, unorganisiert und vergesslich war er schon immer. Aber was nun folgte, damit hätten wir im Traum nicht gerechnet …

 

Jungen in der Pubertät
Jungen in der Pubertät

 

Pubertät Jungs

In der Ganztagsschule

Wir haben uns für die Schulform entschieden, weil wir beide Berufstätig sind. Zu dem hatte uns damals das Konzept überzeugt, dass die Kinder, wenn Sie um 15:40 Uhr Schulschluss haben, keine Hausaufgaben mehr haben. Somit hätte sie, wie auch wir, dann Freizeit. Gut, für Arbeiten lernen und übers Wochenende einige wenige Hausaufgaben, das würden wir gemeinsam verkraften.

In Wirklichkeit aber sieht der Alltag ganz anders aus. Jeden Tag Vokabeln lernen, mittlerweile für zwei Fremdsprachen. Dann fast jeden Tag noch Rest Hausaufgaben und übers Wochenende einen ganzen Ar… (Po) voll. Ja und zwischendurch noch für Arbeiten lernen. Und das Ganze mal zwei. Richtig, wir haben zwei Kinder. Der kleinere ist 11 und wir nennen ihn dann mal Noah.

Ich meine, was soll das sein. Gibt es jetzt schon G6? Die haben für jedes Hauptfach eine Förderstunde und dreimal die Woche Hausaufgabenstunde. Von Mittwoch auf Donnerstag dürfen keine Hausaufgaben aufgegeben werden. Soso. Ist ja auch nicht nötig, wenn diese dann am Dienstag in weiser Voraussicht aufgegeben werden. Also ich muss die beiden jetzt wirklich in Schutz ehmen. Das was den Kindern heut zu Tage abverlangt wird, ist schon unverhältnismäßig. Wir Erwachsenen sagen dazu Stress. Die Jungs sind mit ihren 11 und 13 Jahren immer noch Kinder und sollten ihre Kindheit genießen. –

Wie auch in den vergangenen zwei Jahren, waren wir davon überzeugt unseren Michael irgendwie durch die Schule zu bekommen. Zu mal, weil er selbst Einsicht zeigte und nun seine Noten verbessern wollte. Irgendwann kam er dann auf mich zu und sagte, er würde in zwei Tagen eine Mathearbeit schreiben und hätte noch ein oder zwei Fragen. Ein oder zwei Fragen, dachte ich, das wird schon nichts großes sein. Denn Michael war immer ganz gut in Mathe. Eigentlich sein bestes Hauptfach. Gut, ich stelle ihm dann Aufgaben zu den vermeidlichen Themen der Mathearbeit und fragte ihn, ob dies alles sei, was dran käme. Er bejahte dies und begab sich an die Lösung meiner gestellten Aufgaben. Nach einer halben Stunde sah sein Blatt noch recht leer auf und ich frage ihn daraufhin, was los sei.

Du kannst du mir das erklären, ich habe das nicht so richtig verstanden. Ich fragte, welche der Aufgaben ich erklären soll. Was er wiederum mit einem knappen – Alle beantwortete. Er wusste nichts! Zu keinem der Themen. Es war so, als hätte er noch nie Mathematik gehabt. Zwischendurch, griff er bei der Aufgabe 2 x 3 zum Taschenrechner. Von Bruchrechnung hatte er scheinbar noch nie etwas gehört. Diesen und den nächsten Abend verbrachten wir also einige Zeit miteinander. Immer wieder fragte ich ihn – was habt ihr denn in der Schule gemacht und wie hast du deine Hausaufgaben angefertigt? So eine richtig überzeugende Antwort erhielt ich nie. Na egal, wir müssen den Stoff pauken.

Die nächsten Tage plättscherten so dahin. Vokabeln abfragen, für Arbeiten lernen und der übliche Alltagswahnsinn. Dann kam die große Stunde, die ersten Arbeiten wurden zurückgegeben. Endlich die Lorbeeren für die harten Mühen, dachte ich. Hier nun die Ergebnisse seiner Arbeiten:

Mathe 5

Englisch 6

Französisch 5

Deutsch 4+

Und weil damit nicht genug, standen folgende Epochalnoten

unter den Arbeiten:

Mathe 5

Englisch 4-

Französisch 4

Deutsch 5

 

Hurra, unser Sohn ist in der Pubertät!

 

Jungs in der Pubertät ist einerseits ein Erziehungsratgeber für Eltern pubertierender Kids. Anderseits auch mit einer gehören Portion Humor und Satire geschrieben. Denn sind wir doch mal ehrlich, so langweilige Ratgeber werden nicht gerne gelesen.

 

Pubertät

Wenn wir wissen wollen, warum sich unsere Kinder so verhalten, wie sie sich verhalten, sollten wir uns eine Frage stellen.

Was ist überhaupt Pubertät?

In der Pubertät entwickelt sich die Geschlechtsreife. Die Kinder merken dies, auch wenn sie diesen Veränderungsprozess nicht als solchen empfinden. Was ja auch verständlich ist, denn er ist auf mehrere Jahre angelegt. Das Thema Geschlechtsreife soll uns auch nur insofern interessieren, als etwas anders ist, als sonst. Mit ist auch klar, dass die 1. Menstruation bei Frauen ein großes Thema ist. Beim Thema Erziehung möchte ich allerdings auf etwas anderes hinaus.

Zum ersten Mal werden wir auch mit dem unliebsamen Elternthema Aufklärung konfrontiert. Wobei ich davon überzeugt bin, dass Kinder, als letztes von Ihren Eltern aufgeklärt werden wollen. Meistens reicht es Gesprächsbereitschaft anzubieten und man erhält dann ein –

Danke, ich weiß schon alles. Verhütung ist in den Anfängen der Pubertät wahrscheinlich auch eher noch zweitrangig.

Vielmehr muss uns etwas anderes interessieren, was in diesem Reifeprozess vielleicht weniger offensichtlich ist. Die Reife zum Erwachsenen. Zur Frau oder zum Mann. Das heißt, die Kinder beginnen sich langsam, als Erwachsener zu fühlen und zu geben. Oder zumindest nicht länger, als Kind.

Mama, ich bin doch kein Kind mehr, wird allzu häufig von den Eltern, nicht als solches aufgefasst! Und daraus entsteht ein Problem. Ein Verständigungsproblem. Kinder wollen wahrgenommen und mehr ernstgenommen werden, als das noch vor ein paar Monaten der Fall gewesen ist. Und Eltern? Für die wird ihr Kind ewig ihr Kind bleiben, selbst wenn die Tochter oder der Sohn, selbst schon Kinder haben.

Wie begegnet man einem Verständigungsproblem?

Mit Kommunikation und zwar auf Augenhöhe. Erkennen Sie Ihrem Kind ein gewisses Maß an Verantwortung an. Lernen Sie zu zuhören, nur so können Sie gewährleisten, dass Ihr Kind weiter mit Ihnen spricht. Ein Entziehen aus der Diskussion deutet meistens darauf hin, dass das Kind sich nicht verstanden oder ernst genommen fühlt. Außerdem ist es doch interessant, die Argumentation Ihrer Kinder zu hören und zu verstehen, oder nicht?

Die lassen sich nicht mehr abspeisen, weil das so ist. Oder noch schlimmer, weil ich es Dir sage.

Natürlich sind die Eltern, also wir, immer noch in der Verantwortung. Wir müssen auch nicht alles ausdiskutieren. Darum geht es gar nicht. Aber bei wichtigen Themen für das Kind, sollte uns daran gelegen sein, es zu überzeugen. Zu Mal, wenn wir wollen, dass es etwas aus Überzeugung tut. Dies ist nicht immer ganz einfach. Kompromisse tun Not. Dies ist ein Lernprozess für die Kinder, aber auch für uns Erwachsene. Waren wir es bis dato doch nicht gewöhnt nach harten Verhandlungen mit unserem Kind, einen gemeinsamen Kompromiss zu schließen. Sei es um die zu Bett Geh Zeit oder das abendliche nach Hause kommen oder das Halten eines Tieres.

Wenn wir also Vorbild sein wollen und einen guten Draht zu unseren Kindern haben wollen, müssen wir eine gute Kommunikation mit Ihnen führen. Ansonsten wir es sehr schwierig oder unmöglich bei vielen anstehenden Themen einzugreifen. Oder möchten Sie vom Drogenkonsum Ihres Kindes von der Polizei, Schule erfahren? Weiterhin unterliegt Ihr Kind in der Pubertät starken Stimmungsschwankungen. Wir sollten dies berücksichtigen und nicht immer alles auf die berühmte Goldwaage legen.

 

Jungs in der Pubertät
Jungs in der Pubertät

 

 

  • Taschenbuch: 84 Seiten
  • Verlag: epubli GmbH; Auflage: 1 (17. April 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3-7375-4174-9

 

Inhaltsverzeichnis

(1) Vorwort

(2) Motivation

(3) Pubertät

(4) Einleitung

(5) In der Ganztagsschule

(6) Im Bad / Auf der Toilette

(7) Mit den Tieren

(8) Beim (Nicht) Aufräumen

(9) Erziehungsmethoden

(10) Was Sie wissen müssen

(11) Im Bad / Auf der Toilette (2)

(12) Beim Aufräumen (2)

(13) Mit den Tieren


 

Die Pubertät – Jungen

Was sagt denn eigentlich Wikipedia zur Pubertät?

Unter Pubertät (von lat. pubertas „Geschlechtsreife“) versteht man etwa seit dem 16. Jahrhundert den Teil der Adoleszenz, in welchem der entwicklungsphysiologische Verlauf der Geschlechtsreifung als Ziel die Geschlechtsreife im Sinne von Fortpflanzungsfähigkeiterreicht und im weiteren Verlauf auch zu einem ausgewachsenen Körper führt. Dieser Abschnitt des Lebens beginnt, wenn die Hirnanhangdrüse ein hormonelles Signal an den Körper sendet, in bestimmten Organen verstärkt Geschlechtshormone herzustellen und ebenfalls in das Blut auszuschütten. Bei Jungen ist es in erster Linie das Testosteron, bei Mädchen das Östrogen. Im Normalfall wird die Pubertät bei Mädchen zwischen dem zehnten und 18. Lebensjahr und bei Jungen zwischen dem zwölften und 21. Lebensjahr durchlaufen. In dieser Zeitspanne kommt es unter der deutlich erhöhten Konzentration der Geschlechtshormone dann bei beiden Geschlechtern zur vollständigen Ausprägung der sekundären Geschlechtsmerkmale, wie etwa der geschlechtsspezifischen Körperbehaarung. Bei Mädchen beginnt in der Pubertät die Menstruation (Menarche) und kurz danach die Bildung von befruchtungsfähigen Eizellen (Ovulation) in den Eierstöcken, bei den Jungen die Spermienproduktion in den Hoden (Spermarche). Der Beginn und der Verlauf der Pubertät werden nach neuesten Kenntnissen in erster Linie genetisch gesteuert, wobei den Pubertätsgenen KiSS1 und KiSS1R (ehemals GPR 54) eine besondere Bedeutung zukommt.[1]

Während man früher annahm, dass sich die Sexualität des Menschen erst mit der Pubertät entwickelt, gilt es heute als anerkannt, dass der Mensch schon als Kind sexuelle Regungen hat (siehe auch: Infantile Sexualität).[2]

Das soll an dieser Stelle dann auch genügen. Uns geht es mehr um das Verhalten der Jungen in der Pubertät und Maßnahmen dem entgegen zu steuern. Erziehungsmaßnahmen oder wenn Sie so wollen Notfall Maßnahmen!

 

Jungs in der Pubertät – gutes-buch.eu

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