Schulbus ausbauen

Amerikanischen Schulbus ausbauen

Zuerst die Frage, warum kein Wohnmobil von der Stange?

Nun, ich selbst habe die Erfahrung mehrerer Wohnmobile europäischer Hersteller gemacht. Im wesentlichen gibt es dafür drei Hauptgründe. 

 

  1. Grundriss deutscher / europäischer Modelle
  2. Möglichst hohe Zuladung
  3. Ausbau nach eigenen Vorstellungen / Geschmack = Unikat

 

Im Grunde genommen werden die gleichen Einbauten realisiert, welche ich auch gerne hätte. Relativ großes Bett, Bad mit Dusche, Schlafcouch, Küche usw. Auch mit der Qualität war ich eigentlich zufrieden. Und zuverlässig waren diese Wohnmobile von der Stange auch. Aber für meine Begriffe wird zu sehr versucht jeden Quadratzentimeter auszunutzen. Dies geht leider zu Lasten der Bewegungsfreiheit. Also sprich der Flur ist furchbar eng. Eigentlich können keine zwei Personen aneinander vorbei ohne irgendwelche Verrenkungen zu machen. Jemand steht im Flur und kocht. Nun ist keine Chance zum Beispiel ins Bad zu gelangen, mehr gegeben.

Es kann auch sein, dass alle Insassen von der Sitzgruppe aufstehen müssen, wenn einer auf Toilette muss. Das ist auf Dauer sehr lästig und einer meiner Kritikpunkte.

Im Schulbus habe ich zwar auch viel verbaut und es ist einigermaßen eng. Jedoch habe ich im entscheidenden Bereich 80 cm Platz. Bei einer normalen Sitzgruppe statt Schlafcouch, wären es sogar mehr als ein Meter. Das ist ausreichend, um aneinander vorzukommen.

Bei einer erneuten Recherche fand ich heraus, dass dies nicht unbedingt besser wird. Im Gegenteil, der Trend immer kürzere Fahrzeuge mit noch mehr Schnick Schnack hält an.

 

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Und dann gibt es da noch das Problem mit der Zuladung.

Ich habe den Eindruck, dass mit aller Gewalt versucht wird, Wohnmobile in der 3,5 Tonnen Klasse anzubieten. Aus meiner Sicht ist ein Wohnmobil mit 3 Tonnen Leergewicht nicht oder nicht immer unter 3,5 Tonnen zu halten. Und ständig an der Überladungsgrenze zu sein, macht nicht wirklich Sinn und Spaß. Wenn ich mit halb vollem Wassertank, Dieseltank und Abwassertank schon befürchten muss überladen zu sein. Dann hört der Spaß für mich auf.

Lebensmittel, Kleidung und Geschirr in Plastik mitzuführen, nur um in die Vorzüge der 3,5 Tonnen zu kommen, muss jeder für sich selbst entscheiden. Und ich möchte das nicht mehr, denn ich habe es selbst erfahren. Die Dinger sind auch nicht dafür gebaut mit 150 Km/h über die Autobahn zu ballern. Entspanntes Reisen sieht anders aus. Es ist einfach gefährlich. Dann kann ich auch die 100 Km/h Grenze in Kauf nehmen. 

Auf den Schulbus bezogen bedeutet dies. Selbst mit einem Leergewicht nach Ausbau von 3,8 Tonnen immer noch eine Zuladung von 1,5 Tonnen!

 

 

Das Vorhaben Retro Bus lässt sich nur mit wenige Fahrzeugen verwirklichen. Und alle Einbauten raus zu schmeißen, ist erstens nicht lohnenswert und zweitens wird es auch extrem schwierig einen geeigneten Bus zu finden.

Da schien mir ein amerikanischer Bus Ausbau sinnvoller. Zumal diese in Deutschland und Europa recht selten sind. Es gibt zwar einige Food Trucks. Aber Wohnmobile sind mir nur vereinzelt begegnet.

Schulbus ausbauen

 

Ein Unikat lässt sich wohl nur über einen eigenen Ausbau erreichen. Natürlich kann und will ich nicht mit den Herstellern in Sachen Qualität konkurrieren. Selbst Schreiner und Möbelbauer werden es schwer haben, die gezeigt Qualität der Hersteller zu erreichen.

Deshalb lieber selbst gemacht und die Freude daran genießen.

Aber es geht auch um den Spaß an der Sache. Das Projekt. Den Ausbau und Fortschritt zu beobachten.

Der Weg ist das Ziel.

Da passieren Fehler und wenn ich es nochmal machen müsste, würde ich vieles anders machen. Ich könnte mir durchaus vorstellen, nochmals einen zweiten, größeren Schulbus auszubauen.

Aber eines nach dem anderen.

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Besten Dank im voraus.

J. Stephan

Schulbus ausbauen statt Wohnmobil von der Stange